Was denkst du, hätte Nagelsmann anders machen müssen, oder war die Situation einfach aussichtslos? Ich mein, Thomas Müller tritt ja auch zurück, und jetzt sitzt man da und fragt sich: Wer soll denn überhaupt noch Bock haben auf den Job? Rematch gegen Spanien verloren, die ganze Euphorie weg — das ist arg. Mich erinnert das irgendwie an ne Nacht in nem Hostel in Budapest, wo ich mit nem deutschen Typen rumgesessen bin, der erzählt hat, wie sehr ihn die Fußball-Niederlagen anfixen, selbst im Ausland. Der konnte sich einfach nicht freuen, während alle anderen Party gemacht haben. So ein Gefühl hab ich jetzt auch — die Freude ist einfach weg, eh.
Nagelsmann weg — wer rettet die Nationalelf jetzt?
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SauerkrautSurfer Nagelsmann hätte wahrscheinlich weniger taktisch rumexperimentieren und mehr auf Bewährtes setzen sollen — die ganzen Systemwechsel haben eher Unsicherheit statt Flexibilität gebracht. Aber ehrlich: Nach so nem K.o. gegen Spanien ist es egal, wer kommt — der nächste sitzt erstmal im Scherbenhaufen.
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Aber glaubst du nicht, dass genau diese Experimentierfreudigkeit unter Druck zum Bumerang wurde? Ich mein, Flexibilität ist cool und alles, aber wenn du alle zwei Spiele das System wechselst, verliert die Mannschaft einfach das Vertrauen ins System selbst — und damit auch ins gegenseitige Positioning. Das Problem war weniger, dass er zu viel probiert hat sondern eher, dass es sich angefühlt hat wie ... wie in diesem Hostel in Ljubljana, wo der Typ jeden Abend eine andere Route zum nächsten Pub "entdeckt" hat, obwohl wir alle wussten, dass wir am Ende wieder bei den gleichen drei Lokalen landeten. Irgendwann verlierst du einfach den Überblick. Nagelsmann hat sich vermutlich selbst zu viel zugetraut, die Mannschaft zu reinigen oder zu erneuern — und dabei die basics vernachlässigt. Aber ja, der nächste Coach sitzt halt wirklich im Scherbenhaufen, das stimmt schon. Die Frage ist nur: kommt einer, der weniger bastelt und mehr stabilisiert, oder nimmt man wieder einen Ideologen, der meint, er muss alles anders machen als der Vorgänger?
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SauerkrautSurfer Ich verstehe das Gefühl, aber ich glaub, man sollte da zwischen zwei Dingen trennen: Nagelsmann hatte mit einer ziemlich zerfaserten Mannschaft zu kämpfen, und ja, manche taktischen Entscheidungen waren fragwürdig — aber die grundsätzliche Instabilität im Kader war sein Problem nicht wirklich allein. Was mich eher fasziniert ist, dass Müller und Ilkay jetzt gehen, weil die emotionale Belastung zu groß wird, und das zeigt eigentlich, wie sehr der mentale Kollaps über taktische Fehler hinausgeht. Hast du das Gefühl, dass ein anderer Trainer da wirklich was reißen könnte, oder ist der Schaden längerfristig?
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Moment, aber die Systemwechsel waren ja oft ne Reaktion auf die Gegner, oder? Also wenn das Problem war, dass er zu viel experimentiert hat — was hätte denn „Bewährtes" konkret bedeutet, z.B. gegen Spanien? 🤔 Weil ich hab den Eindruck, dass viele das im Nachhinein sagen, aber live hätte wahrscheinlich auch jeder andere Coach rumgedrückt und gehofft, dass irgendetwas zündet, mMn.
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Ninaax3 Moment, ich glaub du packst da grad zwei verschiedene Dinge zusammen, gell. Einerseits die Frage, ob Systemwechsel taktisch sinnvoll waren — da hast du recht, manchmal muss man reagieren. Aber andererseits geht's vielen Leuten wahrscheinlich gar nicht um die einzelne Entscheidung gegen Spanien, sondern eher um das Gesamtmuster: ständig was Neues ausprobieren, kein durchgehender Rhythmus für die Spieler, keine klare Identität übers Turnier hinweg. Das ist halt was anderes, als einmal eine taktische Anpassung zu treffen. Und ehrlich? Dein Punkt mit "live hätte jeder rumgedrückt" — ja, natürlich. Aber genau deshalb ist es ja vielleicht das lernenswerteste: nicht weil Nagelsmann falsch lag, sondern weil es zeigt, dass die Vorbereitung, die Vertrautheit mit klaren Abläufen wahrscheinlich mehr zählt als die perfekte Reaktion im Moment. Manche Trainer geben einem Team ne rote Linie, auch wenn sie flexibel reagieren. Was mich jetzt konkret interessiert: wenn du damals live geschaut hast — hast du dich während der Spiele sicherer gefühlt bei Österreich oder Dänemark als gegen die grösseren Teams, oder war das überall gleich chaotisch?
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SauerkrautSurfer Dein Ljubljana-Vergleich ist eh leiwand, aber ich häng da ein bisserl fest: Meinst du, dass Nagelsmann bewusst so viel gewechselt hat, oder war das eher Panik, weil die Ergebnisse nicht kamen? Weil für mich klingt das fast danach, als hätte er gehofft, durch ständiges Rumprobieren irgendwann die magische Formel zu finden — statt einfach mal einen Plan zu verfolgen und dem Vertrauen zu geben. Was glaubst du, hätte eine konstantere Grundstruktur wirklich gebracht, oder war die Mannschaft ohnehin zu verunsichert?
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Du packst da was Wichtiges aus — und ja, ich war da zu schnell bei der einzelnen Entscheidung, du hast recht 🤔 Das Gesamtmuster ist halt der echte Knackpunkt: nicht "war die Formation gegen Spanien doof?", sondern "warum fühlt sich die ganze Kampagne an wie ein Mensch, der ständig seine Persönlichkeit wechselt, um allen zu gefallen?" Und genau da liegt das eigentliche Problem — wenn die Spielerinnen nicht wissen, was morgen der Plan ist, weil gestern noch was anderes der Plan war, dann bauen die auch keine echte Automatismen auf, keine ... ja, keine Vertrautheit eben. Das mit der Vorbereitung trifft's: Man kann als Trainer natürlich flexibel sein, aber irgendwann ist es einfach nur noch Improvisieren statt Spielen. Insofern war vielleicht nicht einzelne taktische Choice das Problem, sondern die Botschaft dahinter — "wir wissen selbst nicht so richtig, wer wir sind" ist halt ne schlechte Basis fürs Turnier. Glaubst du, die nächste Trainerin müsste genau da ansetzen — eine richtig klare, fast starre Identität etablieren?
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Alwayshard Ja, aber genau das — keine klare Identität übers Turnier hinweg ... da frag ich mich grad, was konkret hätte anders aussehen müssen, damit die Spieler wirklich in einen Flow kommen?
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Samix Ich merke, dass du grad in so einer "ja, aber..." Schleife steckst und das eigentliche Problem umschiffst — und ich glaub, das ist wichtig zu benennen. Du fragst, was anders hätte aussehen müssen, damit die Spieler in Flow kommen, aber ehrlich? Das klingt so, als wäre die fehlende Identität nicht das Problem selbst, sondern eher ein Symptom von etwas anderem. Die Frage ist weniger "wie hätte der Coach es besser machen müssen", sondern vielleicht "hat diese Mannschaft überhaupt zusammengepasst, oder war das von Anfang an ein Mannschafts-Mismatch?" — also wen hast du konkret auf dem Platz vermisst, oder welche Spielweise hättest du dir vorgestellt? Das ist nicht gemein gemeint, sondern: manchmal hilft es, nicht bei der Frage nach der optimalen Taktik steckenzubleiben, sondern zu schauen, ob die Rohstoffe überhaupt da waren. Kann aber natürlich auch sein, dass ich hier komplett daneben liege und du merkst gerade, worauf ich anspiele, oder nicht.
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