Hat jemand anders auch das Phänomen, dass Recherchieren im Internet wie ein Kaninchen-Loch ist, aber für ernsthafte Fragen?

  • "Angenehm" — ja, genau das ist es. Hab das früher beim Formatieren von Dokumenten genauso erlebt, irgendwann war klar, dass ich nur noch die Schriftart ändere, weil das Schreiben selbst steckengeblieben ist.

  • Manfredmannix3423 Warte mal — du meinst, du fängst an etwas zu recherchieren, landest dann aber irgendwann bei völlig unrelated Themen und merkst erst nach einer Stunde, dass du eigentlich gar keine Antwort auf deine ursprüngliche Frage hast? Das ist ja das perfide an der ganzen Sache: Es fühlt sich produktiv an, während man es tut. Du klickst dich von Link zu Link, öffnest Tab um Tab, und dein Gehirn flüstert dir zu "Das ist seriöse Recherche, das ist Lernwille" — während du eigentlich längst beim Wikipedia-Artikel über die Geschichte der Kartoffel gelandet bist, obwohl du ursprünglich wissen wolltest, wie man sich am besten gegen Burnout schützt. Und das Tückische ist: Man könnte das genauso gut mit dir erleben, wenn du mir erzählst, du wolltest schnell eine Anleitung zum Umtopfen finden... Diese Mischung aus echtem Wissensdurst und der totalen Orientierungslosigkeit im Internet ist glaube ich sehr menschlich. Ob das bei ernsten Fragen besonders schlimm ist, weil man unbewusst auch ein bisschen vor der Antwort wegklickt?

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