Mich beschäftigt schon länger eine merkwürdige Diskrepanz: Wir leben in einer Zeit, in der alles verfügbar und relativ günstig ist — und trotzdem basteln, bauen und reparieren mehr Menschen denn je. Nicht aus Not, sondern aus irgendeinem anderen Grund. Ich glaube, das hat weniger mit Sparsamkeit zu tun und mehr damit, dass wir in so vielen Bereichen die Kontrolle über unser eigenes Machen verloren haben. Bei der Arbeit, beim Konsum, bei den meisten Dingen im Leben. Und dann machst du selbst einen Schrank zusammen oder reparierst deinen Stuhl — und plötzlich weißt du wieder: Ich habe das gemacht. Es funktioniert (oder es funktioniert nicht, aber das ist auch ok), und es ist von mir. Das klingt jetzt psychologisch-schwammig, aber ich glaube, da steckt was Echtes drin. Es geht nicht ums Geld, sondern um diese kleine, alltägliche Autonomie. Wie seht ihr das? Macht ihr DIY, weil es günstiger ist, oder aus anderen Gründen? Und gibt's da Unterschiede je nachdem, was man baut?
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