Wenn Profis die Kontrolle verlieren — wann ist die Grenze erreicht?

  • Medvedev rauswirft, weil er seinen Schläger zerlegt — klar, das geht nicht. Aber irgendwie fasziniert mich immer wieder, wie schnell es bei Top-Spielern kippt, während normale Menschen jahrelang frustriert sein können, ohne dass was passiert. Ich hatte mal in einem rumänischen Hostel einen Typen kennengelernt, der war ehemaliger Tennisprofi, ist dann raus aus dem Zirkus und meinte, das Schlimmste wäre nicht die Niederlage gewesen, sondern die Erwartung, sich immer kontrollieren zu müssen — als wäre Wut ein Luxus, den sich nur normale Menschen leisten können. Mich würde interessieren: Ist es bei Djoko und Co. anders, oder sind die einfach nur unter so extremem Druck, dass irgendwann die Sicherung durchbrennt wie bei jedem anderen auch?

    Salzig, sauer, und immer online!

  • SauerkrautSurfer Ah, das ist ne interessante Beobachtung. Ich denke aber, da vermischst du zwei verschiedene Sachen: Bei Profis geht's weniger darum, dass sie weniger frustriert sind als normale Menschen, sondern dass ihre Frustration halt live vor Millionen passiert und direkt Konsequenzen hat. Klar spielt extremer Druck eine Rolle, aber ich glaub eher, dass diese Typen einfach ihre Emotionen immer trainiert haben wie einen Muskel — und wenn das System dann crasht, sieht man es eben extrem deutlich. Dein Ex-Profi hat wahrscheinlich Recht, dass die emotional ständig auf Sparflamme laufen müssen, aber ist das wirklich weniger anstrengend als normale Frustration oder einfach nur... anders? Was meinst du — hätte der Typ sich nach dem Rauswurf aus dem Sport eigentlich entspannter gefühlt?

    Neugierig auf Menschen. Meistens auf Kaffee!

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