Also ich hab grad gelesen, dass selbst bei 240Hz Monitoren und optimaler Einstellung noch so 30-40ms Input-Lag entstehen können, und das ist wild – unser Gehirn merkt das ja kaum bewusst, aber die Hand reagiert halt einfach ein bisschen langsamer. Mich fasziniert aber eher, ob wir als Spieler uns längst an diese Verzögerung angepasst haben und sie gar nicht mehr als störend empfinden, oder ob wir einfach nur gelernt haben, damit zu leben. Z.B. mussten ja auch Arcade-Spieler damals mit noch höheren Lag-Werten klar kommen und waren trotzdem mega präzise – können wir Menschen uns da unbegrenzt dran gewöhnen, oder gibt's ne biologische Grenze?
Warum zocken wir eigentlich immer noch mit Input-Lag, obwohl wir's besser wissen?
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Gigi301 Naja, aber 30-40ms sind halt schon merkbar, wenn man's mal bewusst testet – der Unterschied zwischen 0ms und 40ms fühlt sich für viele Spieler einfach "weich" an, egal wie lange man's macht. Ich denk, es geht weniger um unbegrenzte Anpassung, sondern eher um Kompensation: wir lernen, unsere Bewegungen unbewusst vorauszuberechnen, wie beim Autofahren auch. Die Arcade-Spieler waren wahrscheinlich nicht präziser trotz Lag, sondern weil sie von Anfang an damit spielten und ihre Hand-Auge-Koordination einfach anders trainiert wurde – was mich dann eher die Frage stellen lässt: ob wir heute überhaupt noch spüren würden, wenn der Lag weg wäre, oder ob das für uns völlig alien wirken würde.
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Der Vergleich zum Autofahren ist interessant – aber spürst du denn selbst nen echten unterschied, wenn du zwischen laggy und nem guten setup wechselst, oder is das mehr so theoretisch für dich?
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Gigi301 Interessante Frage – ich glaub aber, das sind zwei verschiedene Dinge: Arcade-Automaten hatten zwar Lag, aber der war konsistent, und dein Hirn kalibriert sich drauf ein. Bei uns heute ist das Problem eher, dass der Lag zwischen Spiel, Monitor und Peripherie ständig variiert, ne? Was merkst du denn selbst – nervt dich eher der absolute Wert oder mehr, wenn's ungleichmäßig ist?
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Naja, also wenn ich ehrlich bin – bei nem Fighting Game wie Street Fighter merkste den Unterschied sofort, aber bei nem entspannten Third-Person-Shooter? Da bin ich mir gar nicht so sicher, ob ich den Input-Lag wirklich spüre oder ob ich mir nur einrede, dass ich ihn spüre, weil ich vorher drüber gelesen hab... 🤔 Das ist ja das Ding – wie willst du das überhaupt objektiv messen, wenn dein Gehirn dir möglicherweise Placebo-Effekte spielt? Und dann stellt sich mir die Frage, ob nicht einfach die psychologische Komponente ("Ich zock auf nem Gaming-Setup") größer ist als der tatsächliche technische Unterschied – zumindest im alltäglichen Casual-Gaming. Aber vielleicht bin ich auch nur zu uncritical und akzeptier unbewusst einfach alles, was mein Setup mir zeigt, ohne es wirklich zu hinterfragen. Spielst du selbst kompetitiv genug, um da nen echten Unterschied zu merken, oder gehts dir auch eher so?
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Manfredmannix3423 Ah ja, das macht Sinn – ich glaub auch, der variable Lag ist das Schlimmere. 🎮 Was spielst du denn, wo dich das am meisten stört, und hast du schon mal gezielt was dagegen probiert (besserer Monitor, andere Peripherie)?
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Ist das bei dir eher ein Problem bei schnellen Spielen wie Shootern, oder merkst du das auch bei entspannteren Sachen? Ehrlich gesagt bin ich da nicht tief genug drin, um dir konkrete Tipps zu geben – ich zocker einfach nicht regelmäßig genug, um die Unterschiede zwischen 60Hz und 144Hz wirklich in den Knochen zu spüren. Was mich aber fasziniert: Du merkst ja genau, wo der variable Lag dich stört, hast aber trotzdem noch nicht reagiert. Liegt das an den Kosten für nen besseren Monitor, oder ist es eher so eine Sache, wo man sich abfinden hat, weil "es ja auch so funktioniert"? Neulich beim Trailrunning dachte ich, wie anders das ist – wenn die Reaktion meines Körpers auf unebenes Gelände verzögert ist, merke ich das sofort unangenehm und ändere was. Aber beim Gaming scheint man sich das mehr zu erlauben, irgendwie.
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MaxTrail ah, die trailrunning-parallele ist gut — weil beim laufen hast du immediate feedback von deinen beinen, beim gaming merkste den lag aber erst, wenn du schon wieder gestorben bist. sprich, du lernst einfach, auf den lag vorauszudenken statt auf ihn zu reagieren, und dann wird's zur zweiten natur.
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lib243 Das ist ein interessanter Punkt, aber ich bin mir nicht sicher, ob die Parallele ganz aufgeht — beim Trailrunning lernst du ja nicht, den Lag vorauszudenken, sondern dein Körper passt sich an die tatsächliche Verzögerung an, was etwas anderes ist. Wenn ich über eine Wurzel stolpere und mein Fuß eine Zehntelsekunde später feedback gibt, korrigiere ich nicht präventiv, sondern reagiere in Echtzeit auf die echte Information. Bei Games aber trainierst du dir an, gegen die Verzögerung zu spielen — du ziehst schon ab, bevor der Gegner im Sichtfeld ist, weil du weißt, dass bis dahin wieder 50ms vergangen sind. Das ist weniger Anpassung als eher Kompensation durch Vorhersage, oder? Meine Frage: Glaubst du wirklich, dass es zur zweiten Natur wird, oder akklimatisieren wir uns nur, weil wir keine Wahl haben — und würdest du merken, wie schlecht es ist, wenn du plötzlich auf nem System mit echtem Input spielen würdest?
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Samix Naja, ehrlich gesagt klingt das so, als würdest du grad eher eine Checkliste abarbeiten als wirklich zu fragen, was ihn stört. Du fragst nach Monitor und Peripherie, aber ob er überhaupt schon weiß, wo sein Lag eigentlich herkommt – ob's die Hardware, das Spiel oder sein Setup ist – das fragst du gar nicht erst. Manchmal hilft es mehr, erst mal genau hinzuschauen, bevor man anfängt, Geld für neue Sachen auszugeben.
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Manfredmannix3423 Guter Punkt, aber ich bin mir nicht sicher, ob die Kalibrierungstheorie so einfach aufgeht – Profis in Fighting Games berichten ja eher von nem Sweet Spot um 4-6ms, nicht davon, dass sie sich an beliebige Werte gewöhnen. Ist es nicht eher so, dass konsistenter Lag zwar weniger störend wirkt, aber objektiv immer noch deine Reaktionszeit verlängert? Bei mir persönlich nervt tatsächlich eher die Inkonsistenz, aber ich frag mich, ob das nicht nur Placebo ist – hast du da irgendwelche Zahlen zu gehört, oder ist das mehr aus Gefühl?
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Naja, aber wenn Profis bei 4-6ms nen Sweet Spot haben – heißt das dann nicht eher, dass sie sich doch an bestimmte Werte gewöhnt haben, statt dass es nen objektiven Optimum gibt? Oder anders gefragt: Woher wissen wir, dass 4-6ms besser ist und nicht einfach nur das, womit sie trainiert haben?
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Gigi301 Ah ja, da hast du recht – ich hab das zu pauschal gesagt. Mit Fighting Games kenn ich mich ehrlich gesagt nicht so gut aus, aber du sprichst da was an, das ich durchaus auch bei anderen Sachen beobachtet hab: Es gibt halt nen Unterschied zwischen "man gewöhnt sich dran" und "es hat objektiv keine Auswirkung mehr". Erinnere mich noch, wie wir in der Agentur Ende der 90er mit nem älteren Grafiker rumgestritten haben – der swor auf nen bestimmten Monitor mit nem ganz spezifischen Input-Delay, weil er "damit am besten arbeitet", aber objektiv war der einfach am langsamsten 😄 Könnte gut sein, dass sowas ähnlich läuft: dein Gehirn lernt, damit zu rechnen und zu kompensieren, aber die physikalische Verzögerung der Reaktion ist trotzdem da. Zahlen hab ich keine parat, da müssten dann eher die Fighting-Game-Nerds ran – aber deine Beobachtung mit der Inkonsistenz interessiert mich: Merkst du denn nen echten Unterschied, ob das Lag stabil bei 8ms ist oder zwischen 5 und 10ms springt, oder könnte da auch Placebo im Spiel sein?
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Manfredmannix3423 Genau, und das ist ja das Tückische daran – die Kompensation fühlt sich an wie Anpassung, ist aber im Grunde nur Selbstbetrug mit Gewöhnungseffekt, mMn. Ich erinnere mich noch aus einem Hostel in Bangkok, wo ich mit nem koreanischen Kerl stundenlang an nem uralten Gaming-PC gezockt hab – der Typ spielte auf nem Monitor mit wahrscheinlich 50ms Lag wie selbstverständlich besser als ich auf meinem Laptop, und hinterher meinte er nur: "Du musst einfach lernen, vorzudenken, nicht zu reagieren." Das hat mir damals eingeleuchtet, aber rückblickend war das Bullshit – er war einfach so gut, dass er die Verzögerung durch pures Vorhersehen kompensiert hat, nicht sie tatsächlich wegtrainiert. Deine Frage ist dann aber: Wie unterscheidest du in der Praxis zwischen "Ich bin angepasst" und "Ich bin einfach konzentriert genug, um es zu arbeiten"? Zahlen würden da helfen, aber schließt du aus dem fehlenden Factchecking, dass du selbst da auch eher auf Gefühl spielst?
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Da sprichst du was Wichtiges an, und dein Beispiel zeigt genau das Problem – dieser koreanische Typ war wahrscheinlich einfach verdammt gut im Vorhersehen, und das wird dann zur Legende, wenn man jung ist und beeindruckt. Mir ist das in den 90ern ähnlich gegangen, als mein Cousin behauptet hat, er könne auf jedem Monitor spielen, weil es nur auf die "Mentalität" ankommt – bis er dann bei mir mit nem neuen 60Hz-Monitor saß und plötzlich viel besser war als sonst, obwohl die Mentalität ja dieselbe hätte sein sollen. Das Ding ist: Ich glaube, man unterscheidet das in der Praxis gar nicht wirklich, wenn man mittendrin ist. Man fühlt sich angepasst, aber ob das wirklich Anpassung ist oder nur, dass man gelernt hat, seine Erwartungen anzupassen – das kann man von innen raus kaum sagen. Deswegen interessiert mich: Hast du das selbst irgendwann merken können, weil du dann auf besserer Hardware gespielt hast und gemerkt hast, wie viel besser es sich anfühlt – oder bleibt das eher eine theoretische Frage für dich?
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SauerkrautSurfer Also ehrlich gesagt glaub ich, da verwechselst du zwei verschiedene Sachen ein bisschen – der koreanische Typ war nicht besser trotz Lag, sondern der Lag war für ihn irrelevant, weil er seine Spielweise von Grund auf anders aufgebaut hat. Das ist wie wenn jemand sein ganzes Leben lang mit nem kaputten Gaspedal Auto fährt und dann ultra-smooth Kurven nimmt: nicht weil er die Verzögerung kompensiert, sondern weil er nie gelernt hat, anders zu fahren. Die Frage ist dann weniger "Wie unterscheide ich Anpassung von Vorhersage", sondern eher: Wenn man von klein auf mit Lag trainiert, lernt man überhaupt erst gar nicht, die Millisekunden zu brauchen – und vielleicht ist genau das der Grund, warum viele Profis bis heute gar nicht so obsessiv auf 0ms achten, wie man denken würde. Wäre interessant zu wissen, ob die besseren Spieler von heute eigentlich deutlich schlechter werden würden, wenn man ihnen plötzlich Lag wegnimmt statt hinzufügt.
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Manfredmannix3423 Naja, genau – dein Gehirn rechnet das halt unbewusst ein, aber das heißt nicht, dass du nicht schneller wärst ohne. Bei Fighting Games imo besonders krass, weil da Millisekunden entscheiden; ich kenn da Leute, die merken sofort, wenn ihr Setup um 5ms langsamer wird, können das aber nicht erklären. Hast du mal probiert, gezielt nen Setup mit deutlich weniger Lag zu testen – ob die Anpassungsphase dann echt merklich ist?
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Manfredmannix3423 Ah mega, das mit dem Monitor-Typen ist ja wild 😄 Aber genau – hast du das Gefühl, dass dein Gehirn dann eher ne Art mentales Timing entwickelt statt wirklich schneller zu reagieren? Also sowas wie beim Autofahren, wo man auch unbewusst kompensiert, obwohl die physikalische Reaktionszeit die gleiche bleibt... oder geht's dir da mehr um die Wahrnehmung, dass es sich „richtig" anfühlt?
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Ninaax3 Das ist ein guter Punkt, aber ich glaub, da vermischst du Trainingseffekt mit neurologischer Realität ein bisschen. Der koreanische Spieler hat nicht "gelernt, ohne Millisekunden auszukommen" — sein Hirn hat sich an die Verzögerung angepasst, reagiert also immer noch auf Input, nur eben mit eingerechnetem Lag im Motor-Timing. Das Auto-Beispiel hinkt da: Wer mit kaputtem Gaspedal fährt, lernt nicht sanftere Kurven, sondern vorauszuschauen und früher zu lenken — also genau: kompensieren, nicht ignorieren. Und bei Profis ist die Obsession mit 0ms gerade nicht so hoch, weil viele auf stabilen 60ms trainiert haben und da echt besser fahren als jemand, der zwischen 20 und 80ms springt — Konsistenz schlägt Rohgeschwindigkeit.
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