okay ich muss das mal loswerden weil es mich seit wochen beschÀftigt.
ich arbeite im marketing. und ki hat meinen alltag in den letzten zwei jahren mehr verĂ€ndert als die zehn jahre davor zusammen. texte, bilder, briefings, analysen, vieles geht schneller, manches besser, einiges einfach anders. und ich bin ehrlich gesagt zwiegespalten auf eine art die ich schwer in worte fassen kann. đ
einerseits: ich liebe bestimmte tools. wirklich. sie nehmen mir arbeit ab die mich nie erfĂŒllt hat. das ist keine bedrohung, das ist ehrlich gesagt befreiung.
andererseits: ich sehe wie budgets gekĂŒrzt werden mit dem argument "das kann ki jetzt". ich sehe junioren die keinen einstieg mehr finden weil der erste schritt ihrer karriere inzwischen automatisiert ist. und ich frage mich wo die nĂ€chste generation eigentlich lernen soll wenn die einfachen aufgaben wegfallen durch die man frĂŒher gewachsen ist. đ€
was mich dabei am meisten nervt ist diese diskussion die immer in extremen gefĂŒhrt wird. entweder ki rettet die welt oder ki zerstört alles. die realitĂ€t die ich erlebe ist viel unaufgeregter und gleichzeitig viel komplizierter. es verschieben sich dinge. leise, kontinuierlich, ohne dass jemand offiziell den startschuss gegeben hat.
ich hab keine fertige meinung dazu. nur das gefĂŒhl dass wir als gesellschaft eine ehrlichere unterhaltung darĂŒber fĂŒhren mĂŒssten was wir eigentlich wollen. nicht was ki kann. sondern was wir wollen dass sie tut. đż
wie erlebt ihr das, im job, im alltag, im kopf?