Also, puh – ich bin gerade wieder über eine Kreditkartenabrechnung gestolpert und musste feststellen, dass wir für Disney+, Netflix, Prime, Sky, Apple TV+ und noch irgendwas mit Sport zahlen. Und ich bin mir ehrlich gesagt nicht mal sicher, was wir davon aktiv nutzen, weil ich meinem Partner nie den genauen Stand durchgebe und er mir wiederum nicht sagt, wenn er was kündigt. Das Ding ist: Früher war klar, du zahlst für einen Dienst oder eben nicht. Jetzt ist es mega fragmentiert, gell – die Serie, die du schauen willst, läuft halt nur auf dem einen Abo, die andere auf dem anderen, und irgendwann fragt man sich, ob man überhaupt noch spart im Vergleich zu früheren Zeiten mit Sky-Abo und Kino. Wie macht ihr das? Habt ihr einen System, wie ihr entscheidet, was ihr behaltet? Oder zahlt ihr einfach alles und nehmt's hin? 🤔
Streaming-Chaos: Habt ihr noch den Überblick oder zahlt ihr inzwischen für 7 Abos?
-
-
Anna Ich kenne das Phänomen – bei mir war's ähnlich, bis ich gemerkt habe, dass ich für drei Abos zahlte, die ich zusammen weniger als einmal im Monat nutzte. Aber ehrlich: Wie viel Zeit brauchst du denn wirklich pro Woche zum Streamen, und rechtfertigt das wirklich mehr als ein, zwei Abos?
-
Anna Naja, ehrlich gesagt – ein "System" zu haben klingt ja schön, aber das ist wahrscheinlich das gleiche wie bei dir: Ihr zahlt einfach und keiner sagt dem anderen Bescheid 😅 Ich glaub, das ist mittlerweile das Standardmodell, und die Streaming-Anbieter wissen das genau – sie zählen drauf, dass du irgendwann nicht mehr nachvollziehst, welche sechs Abos du eigentlich noch brauchst. Mein System wäre dann: Monatlich eine Abrechnung ausdrucken, gemeinsam hinsetzen, tief durchatmen und mindestens zwei davon kündigen, die ihr beide "eigentlich bald mal wieder" schauen wollt... nur halt nie. Die gute Nachricht: Das fühlt sich immer noch besser an als früher, wenn du im Kino 15 Euro für Popcorn bezahlt hast und danach nichts zu Hause hattest 📺 Aber inzwischen zahlt ihr vermutlich trotzdem wieder das Gleiche... wie viele dieser Abos würdet ihr denn tatsächlich vermissen?
-
Haha, ja mei – ich erinnere mich noch, wie wir Anfang der 2000er mit nem Freund die DVD-Sammlung geteilt haben und einer hat monatelang die Sopranos-Staffeln nicht zurückgegeben, und dann war Funkstille, weil keiner das Gespräch führen wollte 😄 Das war das gleiche Chaos, nur mit physischen Objekten statt automatischen Abbuchungen. Aber du hast recht – das Verrückte ist: Damals hast du zumindest noch gemerkt, wenn was fehlt. Heute zahlt man einfach vor sich hin, und keiner kriegt mit, dass das fünfte Abo längst zum Zombie geworden ist. Ich glaub, das ist weniger ein Problem von dir und deiner Freundin als von einem System, das drauf ausgelegt ist, dass du nicht nachvollziehst, was du bezahlst – das ist kein Missverständnis, das ist Feature, nicht Bug. Aber kann gut sein, dass ihr da mittlerweile ein besseres Setup gefunden habt als ich – ich bin da ehrlich nicht der Experte 🤷
-
Manfredmannix3423 Naja, das ist wirklich so ein Ding 😅 Ich hab das damals in einer Berliner WG live miterlebt – vier Leute, vier verschiedene Netflix-Accounts, alle im gleichen WLAN, keiner hat mehr gewusst, wer für was zahlt, und am Ende hatte jemand heimlich noch Disney+ dazugebucht, ohne es zu sagen. Nach zwei Monaten sind wir drauf gekommen, dass wir praktisch das gleiche Abo drei Mal bezahlten, nur weil keiner nachfragen wollte. Das nervige ist: Bei den alten DVDs hättest du wenigstens noch ne Konversation gehabt („Ey, wo sind meine Sopranos?"), aber bei automatischen Abbuchungen passiert einfach... nix. Du zahlst, merkst es nicht, und die Plattformen rechnen darauf, dass du's nicht merkst – das ist tatsächlich bewusst so designt, mMn. Die Lösung ist wahrscheinlich banal: Alle Abos mal aufschreiben, durchsprechen, und sich gegenseitig Bescheid geben, wenn man kündigt – so wie damals bei den DVDs, nur halt eben digital 📝
-
Anna Ah ja, das kenne ich – bei uns war es ähnlich chaotisch, bis ich irgendwann mal eine halbe Stunde hingesetzt habe und wirklich durchgezählt hab, was wir monatlich rausjagen und vor allem: Was läuft da eigentlich nie? Das war eye-opening, ehrlich gesagt. Ich hab dann gemerkt, dass wir Disney+ seit Monaten nicht angefasst haben, und Apple TV+ nur wegen einer Serie, die schon lange vorbei ist. Was mir geholfen hat: Ich hab einen dämlichen Excel gemacht (ja, ich weiß, klingt übertrieben) mit den Abos, den Kosten und daneben notiert, was wir da tatsächlich schaut – nicht was theoretisch drauf ist, sondern was wir aktiv nutzen. Dann konnte ich mit meinem Partner drüber sprechen, ohne dass es in Vorwürfe ausartet, und wir haben gemeinsam entschieden, was rausfliegt. Wichtig war: Wir haben nicht alles aufs Mal gekündigt, sondern gesagt, okay, diesen Monat testen wir, ohne Disney+ zu leben, und wenn wir es vermissen, nehmen wir es wieder. Meistens vermisst man es nicht. Wie ist denn bei dir die Situation – hält ihr euch irgendwie ein Budget, oder ist es eher so, dass die Abos einfach läufig sind und niemand wirklich hinschaut?
-
Samix Das Excel-Ding ist nicht übertrieben, sondern ziemlich clever – sobald man sieht, dass man für etwas 15 Euro im Monat zahlt, das man nicht mal öffnet, wird's unangenehm real. Bei mir war's ähnlich: Erst als ich konkret notiert habe, wann ich das letzte Mal was geschaut habe, ist mir der Wahnsinn aufgefallen.
-
Ninaax3 Ich kenne das Problem: Bei mir daheim sind es tatsächlich fünf Abos, und mindestens zwei davon nutzen wir regelmäßig null. Das Fiese ist, dass die Anbieter genau darauf kalkulieren – dass du nach Monat zwei nicht mehr nachverfolgst, was eigentlich noch läuft. Ehrlich gesagt hilft nur eines: Alle Zugänge ändern, damit nur eine Person Zugriff hat, und diese Person wird dann zum Gatekeeper. Das klingt hart, funktioniert aber – bei uns hat das dazu geführt, dass tatsächlich nur noch die Dinge laufen, die wir auch nutzen. Vorher war es dieses klassische "Ach, wir schauen sicher noch mal rein"-Märchen.
-
healthyfreak98 Ja gut, aber ehrlich? Das "Gatekeeper"-Modell funktioniert nur, wenn alle in der Familie das auch wirklich akzeptieren – sonst kriegst du einfach fünf neue Diskussionen, wer welche Serie jetzt unbedingt braucht 😅 MMn ist die echte Frage eher: Welche zwei sind euch wirklich täglich wichtig, und der Rest darf halt rotieren statt dauerhaft zu laufen.
-
Samix Naja, das Excel-Ding ist ehrlich gesagt nicht dämlich – das ist einfach die einzige Sprache, die bei sowas funktioniert, weil Gefühl da nur zu Schuldgefühlen führt. Bei uns war es genauso: Mein Partner war überzeugt, dass wir Netflix ständig schauen, und ich war sicher, dass Prime Video nur unnötige Kosten sind – bis ich tatsächlich mal nachgerechnet habe, wann wir was zuletzt angefasst haben. Rausgekommen ist: Wir zahlen für Zeug, das unser Leben null bereichert, aber wir behalten es aus dieser diffusen Angst heraus, dass wir dann genau die eine Serie verpassen, die wir unbedingt sehen wollen. Das Problem ist nur, dass diese Serie dann nie kommt – oder wir hatten die Geduld eh nicht, sie zu schauen. Habt ihr beim Rausfliegen dann auch noch verhandelt, oder war das relativ klar, was weg muss?
-
healthyfreak98 Der Gatekeeper-Ansatz ist genial, aber ihr habt dann wahrscheinlich auch gemerkt, dass diese eine Person zur gefürchtetsten Person im Haushalt wird – sowas wie die Streaming-Gestapo. 😅 Bei uns hat das Experiment geendet, als mein Mitbewohner mir den Netflix-Zugang entzog, weil ich zu oft um 23 Uhr noch eine Serie starten wollte.
-
Ninaax3 Puh, das ist echt brutal 😂 Bei mir war's ähnlich – hab bei meinen Eltern das Passwort kontrolliert und wurde dann selbst zum nervigen Typ, der um 22 Uhr sagt "jetzt wird aber geschlafen", weil ich merkwürdigerweise besser schlafe wenn ich vorher nicht noch ne Serie starte. Hat sich zum Boomerang entwickelt, jetzt wird mir der Zugriff verweigert, damit ich selbst nicht in die Falle tappe.
-
Ninaax3 Halt, aber warum war das denn wirklich das Problem – dass du zu spät Serien gestartet hast, oder dass es ihm um die Kontrolle ging? Mir scheint, ihr habt das Gatekeeper-System total missverstanden: Das funktioniert nur, wenn es fair ist, nicht wenn eine Person einfach Veto-Macht bekommt. Vielleicht wäre eine konkrete Regel besser gewesen – wie "maximal drei aktive Abos" oder "jeder darf für einen Dienst abstimmen" – statt dass eine Person die Diktatur übernimmt?
-
Ailix Naja, aber so ne "faire Regel" funktioniert halt auch nur, wenn beide wirklich dahinterstehen – bei euch klingt's mehr danach, dass er generell bestimmen wollte, wer was sieht. Das ist weniger ein Abo-Problem als eins zwischen euch beiden, ehrlich gesagt.
-
Ah ja, "Diktatur" – da bin ich ganz bei dir, dass das nicht funktioniert. Aber ich glaub, das war weniger bewusste Kontrolle bei deiner Freundin als eher... dieses diffuse Unbehagen, das man hat, wenn man den Überblick verliert. Ich hatte das ähnlich mit meinem Vater Ende der 90er, als wir zusammen einen Internet-Provider hatten – er hat mir vorgeworfen, ich würde zu viel Online-Zeit verschwenden, dabei war sein eigentliches Problem, dass er nicht sehen konnte, was ich mache, und das hat ihn unruhig gemacht. Konkrete Regeln hätten wahrscheinlich beiden geholfen, uns entspannt zu bleiben. Das Ding ist nur: Bei Streaming-Abos ist es halt schwieriger als bei "maximal drei aktiv", weil die Leute spontan anders gucken möchten, und dann wirkt so eine Regel schnell wie Bevormundung – auch wenn sie gemeinsam festgelegt wurde. MMn ist deine Idee mit der Abstimmung deutlich fairer, aber kann gut sein, dass die Chemie in manchen Konstellationen einfach nicht passt und so ein gemeinsames System nie funktioniert, egal wie fair man's aufzieht.
Jetzt mitmachen!
Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!