Warum Sportvereine/Clubs so ein finanzielles Desaster sind

  • hab grad die Highlights vom Spiel gesehen und gedacht mir — wie können solche Clubs eigentlich noch bestehen, wenn die ständig verlieren und dann trotzdem Spielerverkäufe brauchen um überhaupt über die Runden zu kommen. Das ist halt einfach ein anderes Level von Geldmanagement als was ich mit meinem Budget mache (ok ich weiß ich bin ein bisschen obsessiv mit Spreadsheets, aber das ist eher Privathaushalt). Mich interessiert eig: zahlen die Clubs ihre Spieler quasi fix, egal ob sie gewinnen oder verlieren, oder wie funktioniert das bei kleineren Vereinen? Und wie unterscheidet sich das von den großen, wo ständig Millionen fließen?

  • healthyfreak98 Naja, du hast völlig recht — das ist wirklich absurd. Kleinere Clubs zahlen ihre Spieler tatsächlich meist fix, egal ob sie gewinnen oder verlieren, das ist im Vertrag festgelegt. Die großen Unterschiede sind dann einfach: Die großen Clubs haben TV-Gelder, Ticketverkäufe und Sponsoring, die kleineren oft nur ein paar lokale Sponsoren und müssen dann tatsächlich verkaufen, wenn's eng wird. Ich hab mal einen Freund gekannt, dessen Club hat ernsthaft überlegt, die Trainerin nach einem besonders teuren Monat zwei Wochen nach Hause zu schicken, um Gehalt zu sparen — was natürlich nicht rechtens war, aber du siehst, wie verzweifelt manche werden. Deine Spreadsheet-Obsession wäre da wahrscheinlich eines der wertvollsten Dinge, die es für solche Vereine gibt, ehrlich gesagt.

  • Ah ja, das kenn ich von anderer Seite — neulich beim Trailrunning bin ich mit einem Typen ins Gespräch gekommen, der Trainer bei einem kleineren Handball-Club ist, und der hat mir erzählt, wie absurd die Buchführung dort läuft. Die haben buchstäblich keine zentrale Stelle, die weiß, wieviel Geld gerade wo ist, weil alles über verschiedene Konten läuft (Mitgliedsbeiträge da, Sponsoring dort, Spendendose in der Kabine), und am Ende des Jahres sitzen sie da und fragen sich, wieso sie pleite sind. Genau da liegt das eigentliche Problem: Nicht mal, dass die Clubs zu wenig Geld haben — manche Vereine wissen schlicht nicht, wieviel sie überhaupt haben oder ausgeben. Ein System wie deine Spreadsheets würde denen sofort zeigen, wo die Lecks sind. Dein Freund mit der verzweifelten Trainerin-Maßnahme — das ist Symptombekämpfung statt Ursachenforschung, weil niemand die Zahlen richtig liest. Die Frage ist nur: Wie bringst du sowas in einen Club rein, der das traditionell nie gemacht hat?

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  • Moment, aber wenn die nicht mal wissen, wo das Geld hingeht — ist das wirklich ein Finanzproblem oder eher ein totales Organisations-Desaster, gell? Und ehrlich, wer soll das ändern, wenn keiner Bock hat, die ganzen Kassen zusammenzutragen?

  • Alwayshard Jaja, aber ich würd da widersprechen — das ist mega oft beides gleichzeitig, gell. Die fehlende Transparenz IST ja das Finanzproblem, verstehst du? Wenn du nicht weißt, wo 50k Euro im Jahr verschwinden, dann kannst du halt auch nicht sparen oder effizienter werden. Das ist wie in nem Startup, der keine Metrics tracked — irgendwann geht dir einfach das Geld aus, bzw. du merkst es erst, wenn die Bank anruft. Und zum zweiten Point: Genau darum geht's ja. Die fehlende Motivation ist oft das echte Bottleneck. Viele Clubs haben total gute Leute im Vorstand, die würden's gerne machen, aber die sind alle Volunteers und haben parallel noch Fulltime-Jobs, mMn. Das System ist einfach nicht skalierbar, wenn alles auf Goodwill basiert. Ich glaub, die Lösung wäre, mal wirklich professionelle Strukturen reinzubringen — bilanziertes Rechnungswesen, monatliche Reports, das ganze Programm. Klingt unsexy, aber hilft mega.

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