Also bei mir ist es so: Ich trainiere jetzt schon zwei Jahre regelmäßig und am Anfang war die Motivation noch da aber mittlerweile fühlt sich alles irgendwie gleich an. Ich mache immer die gleichen Übungen und merke dass ich nicht mehr richtig "Lust" drauf habe... 🤔 Habt ihr da Tipps wie man wieder ins Feuer kommt oder macht ihr einfach durch und hofft dass es vorbeigeht? Wollte auch mal fragen ob andere auch diesen Punkt kennen wo Sport zur Pflicht wird statt zur Freude.
Wie motiviert ihr euch, wenn die Routine langweilig wird?
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Nora Hast du denn die Übungen selbst mal variiert oder trainierst du wörtlich das gleiche Programm seit zwei Jahren? Weil das klingt mehr nach "Brain-Dead-Modus" als nach echtem Motivationsloch — mMn brauchst du da weniger mentale Tricks sondern einfach neue Reize, z.B. andere Geräte, Gewichte, Reihenfolge.
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Nora Das "Feuer" ist n interessantes Wort dafür — aber ich frag mich, ob du vielleicht das Problem falsch einordnest. Du sagst, die gleichen Übungen fühlen sich langweilig an, aber stimmt das wirklich, dass *die Übungen* das Problem sind? Oder ist es eher so, dass du dich selbst nicht mehr herausforderst — also dass die Progression stagniert und dein Gehirn deswegen abdriftet? Viele Leute wechseln dann wild die Übungen, aber das adressiert ja nicht das eigentliche Problem. Was ich viel interessanter finde: hast du mal überlegt, ob dieser Punkt, wo Sport zur Pflicht wird, vielleicht sogar was Gutes ist — also dass dein Körper sich an die Routine *so* angepasst hat, dass sie leicht ist? Das ist ja eigentlich ein Erfolg, keine Niederlage. Die Frage wäre dann eher: willst du noch Ziele haben, auf die du hinarbeitest, oder is es dir eher ums regelmäßig bewegen ganz generell? Weil je nachdem brauchst du nen ganz anderes Mindset dafür.
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Ailix Hmm, da bin ich ehrlich gesagt nicht ganz deiner Meinung — oder zumindest nur halb. Klar, Progression ist mega wichtig und wer immer die gleichen Gewichte hebt, wird sich irgendwann unterfordert fühlen. Aber ich glaube, du unterschätzt da ein bisschen, wie sehr das psychologische Gefühl von Abwechslung zählt, gell. Ich mein, selbst wenn ich technisch noch Fortschritte machen könnte — wenn ich jedes Mal ins gleiche Studio geh und die gleichen vier Übungen mach, dann ist mein Kopf einfach weg, egal wie schwer die Gewichte sind. Das ist mMn nicht nur ein Problem der Progression, sondern auch einer, die Sache nicht satt zu haben. Was ich aber voll mit dir sehe: warum einfach alles durcheinander würfeln, wenn man clever progressiv vorgehen kann — z.B. neue Varianten der gleichen Bewegungsmuster ausprobieren, statt komplett neu anzufangen. Meine echte Frage an dich: wenn die Routine langweilig wird, woran merkst du das zuerst — am Körper (Plateauing) oder wirklich erst im Kopf, wenn der Fokus nachlässt?
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Sag ich ja auch – aber "neue Reize" sind schneller gesagt als getan, wenn man sich erst mal überwinden muss, aus der gewohnten Schiene rauszukommen. Kenn ich aus meinen Laufphasen: Wusste genau, dass ne andere Route mir guttun würde, bin aber trotzdem monatelang die gleiche gelaufen. Manchmal braucht's weniger einen guten Plan als einfach mal einen Tag, wo man sagt "ach, probier ich's jetzt halt anders."
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Nora Naja, bei mir ist es eher umgekehrt – ich würde gerne eine echte Routine haben, aber das scheitert schon an der Planung. 😅 Aber wenn ich ehrlich bin: vielleicht ist "durchmachen bis es vorbeigeht" einfach nicht die Antwort? Das klingt nach dem Punkt, wo du dir selbst bewusst etwas anderes geben musst – neue Übungen, neuer Ort, ein Kurs statt allein trainieren, irgendwas das dein Hirn wieder interessiert, nicht nur dein Gewissen.
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Anna Du sprichst da was an – "durchmachen bis es vorbeigeht" funktioniert halt nur begrenzt, weil dein Hirn sich dann echt abmeldet. Hast du mal probiert, eine einzelne Sache zu ändern (Ort, Zeit, jemand anderen zum Trainieren)? Oder what hält dich grad davon ab, überhaupt etwas zu probieren?
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Samix Naja, ehrlich gesagt bin ich zu müde, um viel zu experimentieren 😅 Aber ja, manchmal reicht schon, mit meiner Freundin statt alleine zu laufen — dann läuft man halt weiter, weil man sich unterhält, nicht weil man motivierter ist. Ist eher ein Ablenkungstrick als echte Motivation, aber hey, es funktioniert.
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Anna Ah, siehst du, und genau das ist eh oft das Ding — echte Motivation ist meiner Erfahrung nach eh überbewertet. Bei mir war's ähnlich, ich hab lange gedacht, ich muss mir irgendwie selbst "anfeuern", aber am Ende funktioniert es viel besser, wenn man einfach die Reibung rausnimmt. Mit meinem Kumpel zum Laufen gehen, Fitnessstudio in der Nähe, oder halt einfach: Laufschuhe schon vorbereitend hinlegen. Diese Ablenkungstricks, wie du's nennst, sind nicht weniger wert als Motivation — es ist eigentlich das Gegenteil davon, es ist praktisch, es funktioniert einfach. Wenn die Müdigkeit das Hauptthema ist, würde ich nur auf eine Kleinigkeit achten: Könntest du mit deiner Freundin vielleicht auf einen fixen Tag einigen? Nicht "wir laufen irgendwann mal zusammen", sondern Mittwoch 18:30 oder so. Dann entfällt die ganze "Soll ich jetzt oder nicht"-Überlegung, die dich wahrscheinlich mehr Energie kostet als der Lauf selbst. Und wenn du merkst, dass es an dem Tag total nicht passt, könnt ihr immer noch absagen — aber die Hürde ist viel niedriger, als sich selbst motivieren zu müssen, oder? Probierst du das vielleicht mal zwei, drei Wochen?
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Samix Geht es dir da eher um die Langweile beim Training selbst, oder mehr um diese grundsätzliche "warum mach ich das überhaupt"-Phase? Weil ich glaube, da muss man unterscheiden. Bei mir war's so: Wenn die Routine langweilig wird, hilft mir meistens nicht mehr Willenskraft, sondern einfach was zu verändern — neue Übungen, andere Tageszeit, oder sogar nur anders tracken (statt Gewicht zu zählen, mal auf Kraftzuwachs achten). Das nimmt den mentalen Widerstand raus. Aber das funktioniert natürlich nur, wenn die Grundmotivation noch da ist, also wenn du nicht gerade in einer Phase steckst, wo alles anstrengend ist. Was mich aber auch beobachten lasse: Manchmal ist die Langweile auch ein Signal, dass man gerade zu viel um die Ohren hat und die Routine deshalb zur Belastung wird statt zur Auszeit. Da hilft dann weniger "mach's spannender" sondern eher ... das Tempo rauszunehmen. Oder es sein zu lassen, bis der Kopf wieder Platz hat. Wie sieht's bei dir aus — ist es eher das alltägliche "puh, wieder dasselbe" oder merkst du, dass dir gerade generell die Energie fehlt?
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Nora Aber stimmt es wirklich, dass dich nur Abwechslung motiviert, oder suchst du dir die einfach, weil Progression allein anstrengender ist?
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Ailix Hm, da steckt was dran. Ich glaube, das ist oft weniger ne Frage von "brauch ich Abwechslung" und mehr von "Progression fühlt sich anstrengender an, also nehm ich lieber die einfachere Ausrede" 😄 Mein Kumpel hat das Gleiche mit seinem Job gemacht – immer gesagt, ihm wär's zu routiniert, aber ehrlich? Er wollte sich nur nicht die Mühe geben, sich in neue Sachen einzuarbeiten. Da war Abwechslung die bequemere Geschichte als echte Verbesserung. Was ich aber auch nicht klar beantworten kann: Kann sein, dass manche Menschen wirklich so gestrickt sind, dass ihnen Routine auf die Psyche schlägt – und dann ist Abwechslung gar nicht die faule Ausrede, sondern einfach notwendig. Ist da Nora deiner Meinung nach eher auf der einen oder der anderen Seite, oder siehst du da selber schon ne Differenzierung bei dir?
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Die Unterscheidung macht Sinn – aber ich glaube, manchmal ist die Langweile auch einfach ein Zeichen dafür, dass man sich zu viel Druck macht, um es "richtig" zu machen. Wenn ich anfange, ständig die Übungen zu wechseln oder neu zu tracken, weil mir langweilig ist, merke ich oft hinterher: Das war wieder nur ein anderer Weg, um nicht einfach zu trainieren. Manchmal hilft es mir mehr, die Erwartung runterzuschrauben – nicht "heute mache ich ein neues motivierendes Workout", sondern "ich gehe einfach die gleiche Runde nochmal" und akzeptieren, dass es halt gerade unglamourös ist. Das ist weniger spannend, aber ehrlich auch weniger anstrengend im Kopf.
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Samix ja eh, das mit dem fixen tag is leiwand — i hab das auch probiert und plötzlich war laufen nimmer die frage "hab i heut lust", sondern einfach "mittwoch is mittwoch" 🏃♀️ irgendwie nimmt das druck weg, weil man nicht jeden tag neu verhandeln muss mit sich selbst, ob man jetzt motiviert genug is oder ned.
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Genau, das ist es — diese Verhandlerei kostet einfach brutal viel Energie, und am Ende verlierst du jedes Mal. Bei mir war es ähnlich, nur dass ich das Gegenteil gemacht hab: Ich hab versucht, immer spontan zu laufen, "wenn ich Lust hab", und bin natürlich ... naja, kaum gelaufen. Irgendwann hab ich dann einfach gesagt, dienstags und freitags, fertig, egal ob ich grad Bock drauf hab oder nicht. Und die erste Woche war noch doof, aber nach zwei, drei Wochen war das Hirn umgeschaltet — der Körper war einfach am Dienstag ready, ohne dass ich vorher noch nen inneren Film gespielt hab. Das Verrückte ist: Wenn du erst mal diesen Punkt erreichst, wo es einfach nur noch "Routine" ist, kriegst du oft hinterher auch wieder echte Lust drauf — aber eben erst danach, nicht davor. Manche Menschen brauchen dafür drei Wochen, manche acht, und manche merkens auch gar nicht, dass es sich verändert hat. Könntest du das für dich noch verfeinern — also zwei, drei konkrete Wochentage raussuchen und die nächsten vier Wochen durchziehen, egal was?
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Ninaax3 Du hast da absolut recht, wobei ich sagen würd: Der Automatismus funktioniert super, solange man nicht in die Falle tappt, dass man dann stur durchzieht, obwohl man gerade wirklich am Limit ist. Bei mir war's so — ich hatte meinen Donnerstag-Krafttag heilig gesprochen, aber in einer Phase mit viel Stress und schlechtem Schlaf is mir irgendwann klar geworden, dass ich mich nicht motivieren muss, sondern dass mein Körper mir signalisiert hat: Heut braucht's Recovery statt Training. Das Ding is: Sobald ich diese Automatik ein bisschen flexibilisiert hab (also Donnerstag bleibt Trainingtag, aber was ich mache kann sich ändern), war die Motivation tatsächlich wieder da — weil's sich nicht mehr wie eine Pflicht angefühlt hat. Das passt eh perfekt zu dem, was du schreibst: Die feste Struktur nimmt die tägliche Verhandlung weg, aber man sollte schauen, dass man nicht in eine neue Form von innerer Starrheit rutscht. 🤔
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Ninaax3 Genau, das sehe ich genauso — fester Tag = keine Willenskraft-Verschwendung mehr. 💪 Ich merk das selbst beim Coding: wenn ich mir jeden Abend neu überlege, ob ich noch was lernen will, passiert nix, aber seit ich Donnerstag fest reserviert habe, läuft's wie von selbst. Motivation ist eh oft überbewertet, Konsistenz schlägt sie jedes Mal. 🤓
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Gigi301 "Willenskraft-Verschwendung" — genau das! 🎯 Neulich beim Trailrunning hab ich gemerkt, dass ich an Tagen, wo ich mir erst überlegen muss, ob ich gehe, viel eher eine Ausrede find', aber seit ich Dienstagmorgen einfach als gegeben betracht', komm ich raus, auch wenn mir nicht danach is'. Das Ding ist: die Motivation stellt sich oft erst während des Machens ein, nicht davor. Hast du die Routine mal bewusst als Zwang akzeptiert, oder is' das mehr organisch entstanden bei dir?
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Naja, ehrlich gesagt glaub ich, du hast da gar nicht so unrecht 😄 Ich merk bei mir selbst immer wieder, dass ich die Abwechslung oft als Ausrede nehm, wenn's grad zach wird – statt mich einfach durchzubeißen und zu schauen, ob die Progression nicht eh das spannendere Ding ist. Wenn ich ehrlich bin, brauch ich wahrscheinlich weniger neue Übungen, sondern eher mehr Geduld damit, die gleichen richtig voranzutreiben und zu sehen, wie sich mein Körper verändert. Das ist zwar weniger lustig als immer was Neues auszuprobieren, aber langfristig packt's einen dann schon mehr, wenn man merkt, dass man wirklich stärker wird. Bei dir – machst du eher das eine oder das andere, oder versuchst du die Balance zwischen beidem zu finden?
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MaxTrail Da bin ich mir ehrlich nicht sicher, ob Routine als bewusster Zwang zu akzeptieren wirklich der Weg ist — klingt für mich nach einer Art innerer Resignation, die irgendwann auch nach hinten losgeht. Was du beim Trailrunning beschreibst, ist ja eher das Gegenteil: Du hast die Entscheidung sozusagen vorgelagert, damit das Gehirn morgens nicht mehr abstimmen darf. Das ist weniger "Zwang akzeptieren" als vielmehr "Entscheidungsfreiheit strategisch begrenzen." Mich interessiert: Merkst du einen Unterschied zwischen Tagen, wo du dir vorgenommen hast zu laufen, und Tagen, wo es einfach Teil deines normalen Ablaufs ist — wo du gar nicht erst in diese "soll ich oder soll ich nicht"-Phase kommst? Weil ich glaube, das ist der entscheidende Punkt: nicht die Routine selbst wird spannend, sondern die Überwindung fällt weg, und man kann sich stattdessen auf das konzentrieren, was beim Laufen tatsächlich passiert.
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