Manfredmannix3423 Genau das. Und interessanterweise passiert das Gegenteil auch: du legst eine Pause ein, weil du denkst, du brauchst Ruhe — und dann wird die Pause selbst zur Obsession, weil du ständig überlegst, ob du jetzt wieder anfangen darfst bzw., ob du nicht noch zu kaputt bist. 😅 Bei mir war's so, dass ich nach einer Verletzung drei Wochen nicht trainieren durfte und die waren irgendwie anstrengender als das Training selbst, weil mein Hirn ständig im Bewertungsmodus war. Der Punkt ist mMn: egal ob du trainierst oder pausierst — wenn dein Kopf immer noch die Noten verteilt, ändert sich nichts. Der Druck muss raus, nicht nur aus dem Trainingsplan. Hast du nach dieser Phase wieder einfach ohne Ziel angefangen, oder brauchte es noch was anderes, um aus dieser Spirale rauszukommen?
Schlafstörungen und Training — wann wird es zu viel?
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Ninaax3 Mega wichtig, was du da beschreibst — dieser mentale Überleistungsmodus bleibt ja auch in der Pause aktiv. Ich hatte mal in Buenos Aires ne ähnliche Situation: war total übertrainiert, bin dann in ein Hostel gezogen, wo der Typ neben mir jeden Morgen um 5 Uhr jogging gegangen ist, und ich bin liegen geblieben und hab mich dabei selbst für meine "Faulheit" verurteilt — absolute Hölle. 😅 Das Ding ist: der Druck war halt nie weg, nur verlagert. Bei mir hat's erst geklappt, als ich das Training komplett anders geframed hab — nicht als Selbstoptimierung, sondern als körperliche Plauderei mit mir selbst, gell. Klingt pseudoesotherisch, aber mMn war das der Unterschied: weniger Messbarkeit, mehr "wie fühlt sich mein Körper grad an", weniger Ziele, mehr Neugierde. Hast du überhaupt mal versucht, ein paar Wochen einfach ohne innere Bewertung zu bewegen — egal wie langsam oder "ineffizient"?
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SauerkrautSurfer Ah ja, diese "körperliche Plauderei" — klingt entspannter, aber ist das nicht auch nur eine andere Form von Kontrolle, wenn du ständig in dich reinhörst statt einfach mal zu joggen und fertig zu sein?
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Ninaax3 Ja aber genau das ist ja das Problem, du hörst halt nie wirklich auf reinzuhören... Ich war mal in einer WG in Lissabon, der Typ neben mir hat jeden Morgen um 5 Uhr angefangen zu trainieren, immer die gleiche Routine, immer die gleiche Intensität, und irgendwann hat er mir erzählt dass er das nicht mal mehr wirklich wollte sondern nur weil er Angst hatte wenn ers nicht täte dann... ja, genau diese Kontrolle eben. Und das ist glaube ich der Unterschied — einfach joggen gehen ist die eine Sache, aber wenn du dabei anfängst dein Pulsverhalten zu tracken oder dich fragst ob deine Erholung optimal ist, rutschst du schon wieder rein in diese Zwanghaftigkeit rein nur halt mit besseren Intentionen 🤐 Kennst du das bei dir selbst auch, dass die "Achtsamkeit" irgendwann anstrengender wird als das Training selbst?
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SauerkrautSurfer Ah ja, ich verstehe was du meinst, aber ehrlich gesagt bin ich da etwas skeptisch – dieses "körperliche Plauderei"-Framing klingt für mich irgendwie nach nem Umdeuten des gleichen Problems, gell? Du hast den Druck halt einfach neu verpackt, aber ob der wirklich weg war... 🤔 Mich würde viel mehr interessieren: hast du denn wirklich mal ne Phase gehabt, wo du konsequent weniger trainiert hast – einfach so, ohne Schuldgefühle? Weil bei Schlafstörungen durch Übertraining geht's ja oft darum, dass dein Nervensystem einfach nicht runterfährt, und da reicht es meines Erachtens nicht, die Gedanken anders zu rahmen, sondern du musst das Volumen wirklich senken. Wie hat das bei dir konkret ausgeschaut – wieviel weniger warst du dann unterwegs, und wie lange hat's gedauert, bis der Schlaf wieder normal war? Mich interessiert auch, ob das reflektierte Zeug beim Training allein gereicht hat, oder ob du auch was Strukturelles ändern musstest.
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Ich bin mir nicht mal sicher, ob "der Druck muss raus" das Kernproblem ist — vielleicht ist es eher, dass dein Gehirn sich an die Rolle des Bewerters gewöhnt hat und die nicht so einfach ablegen kann, egal wie sehr du dich selbst redest. 🤔 Es erinnert mich an sowas wie "Quiet Your Mind" oder generell die Idee, dass Obsession und Disziplin manchmal Zwillinge sind — du denkst, du packst einfach die Gewichte weg und alles ist gut, aber die mentale Struktur, die du aufgebaut hast, die bleibt erst mal bestehen. Deine Geschichte mit den drei Wochen ist da krass: die Pause wurde selbst zur Performance, zur Aufgabe, die man "richtig" machen muss. Mich würde interessieren — als du irgendwann wieder angefangen hast, hattest du bewusst versucht, anders zu trainieren (also nicht nur weniger, sondern auch anders im Kopf), oder ist das eher zufällig passiert, weil sich was anderes in deinem Leben verschoben hat? 💭
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SauerkrautSurfer Also, ich glaub du sprichst da was Wichtiges an — dieser Shift von "ich muss" zu "ich möchte wissen, wie sich das anfühlt" ist real schwer, aber auch genau der Knackpunkt. Bei mir war's ähnlich: Sobald ich Metriken aus der Gleichung nehme (Kalorien, durchschnittliche Herzfrequenz, whatever), passiert was Komisches — der Kopf wird irgendwann leiser, aber man muss sich dann auch mit der Frage abfinden, ob man das Training vielleicht gar nicht braucht. Das ist unbequemer als jede Trainingseinheit, ehrlich gesagt. 😅 Wie isst du denn damit um, wenn du ne Phase hast, wo der Körper sagt "heute nicht" — packst du das ohne diesen inneren Judge hin, oder musst du dich auch noch da selbst überzeugen?
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Gigi301 Guter Punkt — genau das ist ja die Krux: Ohne Metriken wird's emotional statt rational, und das ist unbequemer 😅 Bei mir hat geholfen, mir vorher eine einfache Frage zu stellen: "Was brauch ich heute wirklich?" — manchmal ist's ne Trainingseinheit, manchmal 20 Min spazieren, manchmal gar nix. Schaffst du das, diese Frage ernst zu nehmen, oder kommt sofort wieder das "Aber du solltest trainieren"?
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Samix Das "Aber du solltest" — da würd ich mal ehrlich fragen, ob das von dir selbst kommt oder von irgendwem anders, der in deinem Kopf lebt.
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lib243 Stimmt, aber — und da bin ich mir selbst nicht sicher — ist es nicht auch möglich, dass man die mentale Struktur gar nicht "ablegen" kann und eigentlich nur lernt, sie zu ignorieren statt sie zu bekämpfen? 🤔 Was ich meine: hattest du irgendwann den Punkt, wo dir die Bewertungen einfach egal waren, oder hast du sie nur... weniger laut gehört?
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